Was ist ein Durchschneidschutz?



Transponder sind häufig mit einem Bändchen am Arm oder Bein eines Babys befestigt. Damit dieses Band nicht von unbefugten Personen durchgeschnitten und das Baby entführt werden kann, verfügen einige Bänder über eine elektronische Überwachung. Wird sie beschädigt, löst das einen Alarm aus.

Durch den längeren praxisnahen Einsatz des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, hat sich die Befestigung des Transponders mit Bändchen nicht bewährt. Was ist der Grund?

Damit ein Transponder sicher an Arm oder Bein befestigt ist, muss das Bändchen straff gebunden werden. Anderenfalls ließe er sich wegen der noch wenig ausgeprägten Unterschiede von Knöchel und Fuß leicht abstreifen. Ein Alarm würde trotz Durchschneidschutz nicht ausgelöst. Insofern scheint ein Durchschneidschutz hilfreich, ist aber wegen der Befestigungsnachteile prinzipiell nicht sinnvoll.

Dazu arbeiten einige der verfügbaren Durchschneidschutz-Systeme mit Mikrowellenübertragung. Wegen der gesundheitlichen Bedenken gegen diese Technik akzeptierten und verwenden wir sie nicht.

Andere Systeme nutzen Infrarot-Übertragung. Hier entstehen hohe Kosten für die Ausstattung der gesamten Neugeborenenstation mit den passenden Empfangsgeräten.

Schließlich spricht gegen die Befestigung des Transponders an einem Arm oder Bein, dass Neugeborene jedes Ungleichgewicht zwischen der linken und rechten Körperseite deutlich spüren. Dadurch schlafen sie eventuell wesentlich schlafen.

Auf Basis zahlreicher Versuche empfehlen wir deshalb andere Platzierungen, für die kein Durchschneideschutz nötig ist.


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